Der Svartifoss liegt im Herzen des Skaftafell-Gebiets im Vatnajökull-Nationalpark und gilt als einer der markantesten Wasserfälle Islands. Er ist nicht der höchste des Landes, doch seine dunklen Basaltsäulen und die geschützte Lage machen ihn zu einem lohnenden Stopp, besonders auf einer Reise entlang der Ringstraße. Dieser Guide richtet sich an Selbstfahrer, die wissen möchten, wie sie hinkommen, wie anspruchsvoll die Wanderung ist und wann sich der Besuch am meisten lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Svartifoss wird über einen Wanderweg ab dem Besucherzentrum Skaftafell erreicht; die beliebteste Route ist etwa 1,5 km lang und dauert rund 40–45 Minuten pro Strecke.
- Der Wasserfall stürzt etwa 20 Meter in die Tiefe und wird von Schmelzwasser des nahen Gletschers Svínafellsjökull gespeist.
- Sein Markenzeichen sind die dunklen, sechseckigen Basaltsäulen, die den Wasserfall umrahmen, dieselbe Formensprache prägt die Hallgrímskirkja in Reykjavík.
- Rechnen Sie insgesamt mit etwa 1,5 bis 2 Stunden, inklusive Hin- und Rückweg sowie Zeit am Wasserfall.
- Der Svartifoss ist ganzjährig zugänglich; im Sommer ist die Wanderung leichter, im Winter ist es ruhiger, der Weg kann jedoch anspruchsvoller sein.
Warum sich der Svartifoss lohnt

Der Svartifoss beeindruckt nicht durch Größe, sondern durch sein Bild. Der Kontrast zwischen den dunklen Basaltsäulen und dem hellen Wasser ergibt eine Szene, die sich von anderen Wasserfällen in Island deutlich abhebt. Die sechseckigen Säulen entstanden durch langsam abkühlende Lava und zählen zu den charakteristischsten geologischen Formen des Landes, sie haben sogar die isländische Architektur geprägt, am bekanntesten an der Kirche Hallgrímskirkja in Reykjavík.
Für folgende Reisende ist der Stopp besonders interessant:
- Wer sich für sichtbare Geologie und Gesteinsformationen interessiert.
- Wer fotografiert und ein natürliches, geometrisches Bildmotiv sucht.
- Wer eine kurze Wanderung mit klarem Ziel einer reinen Aussichtsplattform vorzieht.
Der Wasserfall lässt sich gut mit einer breiteren Route durch den Vatnajökull-Nationalpark und weiteren mit dem Mietwagen erreichbaren Wasserfällen verbinden.
Das Besucherzentrum Skaftafell als Ausgangspunkt

Ihre Wanderung zum Svartifoss beginnt am Besucherzentrum in Skaftafell. Es ist ganzjährig geöffnet und der zentrale Anlaufpunkt für die Region. Nach der Fahrt über die weiten vulkanischen Sander entlang der Ringstraße wirkt Skaftafell mit seiner grünen, lebendigen Landschaft wie eine Oase.
Am Besucherzentrum können Sie:
- Karten und aktuelle Informationen zum Weg erhalten.
- sich über Wanderrouten und Sicherheitshinweise informieren.
- die sanitären Einrichtungen nutzen und vor der Wanderung pausieren.
- Angaben zu geführten Touren und Gletscherausflügen einholen.
Prüfen Sie hier vor dem Aufbruch stets die Wetter- und Wegverhältnisse.
So erreichen Sie den Svartifoss
Der Svartifoss ist nur zu Fuß erreichbar. Die Wanderung gehört bewusst zum Erlebnis dazu, es ist kein Stopp zum kurzen Aussteigen und Weiterfahren.
Kurze Route (am beliebtesten)
Der direkte Weg zum Svartifoss ist etwa 1,5 km pro Richtung lang und dauert rund 40–45 Minuten pro Strecke. Diese kurze Wanderung ist für die meisten Besucher gut machbar, wird zum Ende hin aber steiler. Für den Hin- und Rückweg samt Aufenthalt am Wasserfall sollten Sie etwa 90 Minuten einplanen. Diese Variante eignet sich, wenn Ihr Tagesplan auf einer Ringstraßen-Etappe knapp ist.
Längere Route über Hundafoss

Wer mehr sehen möchte, nimmt die längere Route von etwa 3,4 km, die zusätzliche Aussichtspunkte, darunter den Wasserfall Hundafoss, einschließt. Sie ist etwas anspruchsvoller, bietet dafür mehr Landschaft und meist weniger Andrang. Diese Variante lohnt sich, wenn Skaftafell Teil einer größeren Reise entlang der Südküste ist.
| Route | Länge (pro Strecke) | Dauer | Charakter |
|---|---|---|---|
| Kurze Route | ca. 1,5 km | 40–45 Min. einfach, ~90 Min. gesamt | Beliebteste Variante, am Ende steiler |
| Route über Hundafoss | ca. 3,4 km | mehr Zeit einplanen | Zusätzliche Aussichtspunkte, ruhiger |
Fototipps für den Svartifoss


Der Svartifoss zählt zu den dankbarsten Motiven für Wasserfallfotografie in Island, weil die Basaltwand bereits einen natürlichen Rahmen liefert.
- Nutzen Sie ein Stativ für Langzeitbelichtungen, um einen weichen Wassereffekt zu erzielen.
- Kommen Sie früh am Morgen oder spät am Tag für weicheres Licht.
- Probieren Sie verschiedene Blickwinkel aus, um die Basaltsäulen zu betonen.
- Nehmen Sie eine Person ins Bild, um die Größenverhältnisse zu zeigen.
Beste Reisezeit für den Svartifoss
Der Svartifoss ist ganzjährig zugänglich, jede Jahreszeit bietet jedoch ein anderes Erlebnis:
- Sommer: Leichtere Wegverhältnisse und üppig grüne Umgebung.
- Winter: Weniger Andrang und mögliche Eisformationen, der Weg kann jedoch anspruchsvoller sein.
- Frühling und Herbst: Ausgewogene Bedingungen mit weniger Besuchern.
Prüfen Sie unabhängig von der Jahreszeit vor der Wanderung die Wetter- und Wegverhältnisse am Besucherzentrum. Für die kälteren Monate lohnt es sich, sich vorab mit dem Fahren in Island im Winter vertraut zu machen, bevor Sie in den Osten aufbrechen.
Praktische Tipps für den Besuch
- Tragen Sie festes Schuhwerk, da der Weg uneben sein kann.
- Nehmen Sie Wasser und einen kleinen Snack mit.
- Planen Sie zusätzliche Zeit ein, um mehr von Skaftafell zu sehen.
- Bleiben Sie auf den markierten Wegen und schonen Sie die Natur.
Weitere offizielle Informationen finden Sie beim Vatnajökull-Nationalpark.
Island im eigenen Tempo erleben
Damit Stopps wie der Svartifoss wirklich zur Geltung kommen, ist Flexibilität entscheidend. Mit dem passenden Mietwagen halten Sie an Aussichtspunkten, wandern, wenn die Bedingungen stimmen, und gestalten Ihren Tag selbst. Wer mit Blue Car Rental unterwegs ist, kann den Svartifoss bequem in eine längere Selbstfahrer-Route durch den Süden und Südosten Islands einbauen, etwa in Verbindung mit der versteckten Schlucht Stuðlagil im Osten. So wird die Anreise selbst zum Teil des Erlebnisses.