Ist Island in der EU? Das ist eine der häufigsten Fragen, die sich Reisende bei der Planung einer Reise auf diese einzigartige nordische Insel stellen. Geografisch gehört Island zu Europa und hat enge kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen zu EU-Ländern, doch die Antwort ist nicht einfach ein Ja oder Nein. Um die Lage besser zu verstehen, können Sie sehen, wo Island auf der Karte liegt und wie es mit dem restlichen Europa verbunden ist.
Während viele Nachbarländer wie Schweden, Dänemark und Finnland Mitglieder der Europäischen Union sind, hat Island einen anderen Weg gewählt. Das Verständnis der Beziehungen Islands zur EU, zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und zum Schengen-Raum hilft Ihnen bei der Reiseplanung – insbesondere in Bezug auf Einreisebestimmungen, Währung und einen reibungslosen Roadtrip.
In diesem umfassenden Leitfaden erklären wir Islands politische und wirtschaftliche Position in Europa, was das für Reisende bedeutet und wie sich dies auf Themen wie Grenzkontrollen oder Mietwagen in Island auswirkt.

Ist Island Mitglied der Europäischen Union?
Nein, Island ist kein Mitglied der Europäischen Union. Trotz enger Verbindungen zu Europa ist das Land der EU nie vollständig beigetreten.
Die Frage „Ist Island in der EU?“ kommt häufig auf, da Island an mehreren europäischen Abkommen teilnimmt und dadurch ähnlich wie ein EU-Mitglied wirkt. Dennoch bleibt Island in Bereichen wie Politik, Landwirtschaft, Fischerei und Währung unabhängig.
Island beantragte 2009 nach der Finanzkrise die EU-Mitgliedschaft, doch die Verhandlungen wurden 2013 ausgesetzt und seitdem nicht wieder aufgenommen. Aktuell gibt es keine konkreten Pläne für einen Beitritt.
Warum ist Island nicht in der EU?
Die Diskussion über einen EU-Beitritt dauert seit Jahrzehnten an. Die Hauptgründe sind wirtschaftlicher und politischer Natur.
- Kontrolle über Fischerei: Island ist stark von der Fischerei abhängig und verwaltet seine Gewässer lieber selbst.
- Landwirtschaftliche Unabhängigkeit: Eigene Regelungen schützen lokale Produzenten.
- Währungskontrolle: Die isländische Krone ermöglicht flexible Wirtschaftspolitik.
- Öffentliche Meinung: Die Unterstützung schwankt, aber es gibt derzeit keine klare Mehrheit für einen Beitritt.
Trotzdem profitiert Island von enger Zusammenarbeit mit Europa über andere Abkommen.

Island und der Europäische Wirtschaftsraum (EWR)
Auch wenn Island nicht Teil der Europäischen Union ist, gehört es zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).
Der EWR umfasst alle EU-Staaten sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Dadurch nimmt Island am europäischen Binnenmarkt teil.
Das bedeutet:
- Freier Warenverkehr zwischen Island und EU-Ländern
- Dienstleistungsfreiheit über Grenzen hinweg
- Freizügigkeit für Arbeit und Reisen
- Zugang zu vielen EU-Programmen
Island hat jedoch kein Stimmrecht bei EU-Entscheidungen.

Ist Island im Schengen-Raum?
Ja, Island gehört zum Schengen-Raum.
Das Schengen-Abkommen ermöglicht Reisen ohne Grenzkontrollen zwischen den teilnehmenden Ländern. Wenn Sie aus einem anderen Schengen-Staat kommen, erfolgt in der Regel keine Passkontrolle bei der Einreise nach Island.
- Einfache Grenzübertritte in Europa
- Keine Passkontrollen innerhalb des Schengen-Raums
- Vereinfachte Reiseplanung
Vergleich: EU vs. EWR vs. Schengen
| Merkmal | EU | EWR | Schengen |
|---|---|---|---|
| Politische Union | Ja | Nein | Nein |
| Binnenmarkt | Ja | Ja | Nein |
| Freizügigkeit | Ja | Ja | Ja |
| Euro | Teilweise | Nein | Nein |
| Reisen ohne Pass | Teilweise | Teilweise | Ja |
| Island dabei? | Nein | Ja | Ja |
Verwendet Island den Euro?
Nein, die offizielle Währung ist die isländische Krone (ISK).
Island behält seine eigene Währung, um wirtschaftlich flexibel zu bleiben. Wenn Sie sich fragen, ob Sie mit Euro bezahlen können, hängt das vom Einzelfall ab – die lokale Währung wird jedoch bevorzugt.
- Zahlung in ISK
- Kreditkarten weit verbreitet
- Bargeld selten notwendig
Fazit: Ist Island in der EU?
Island ist nicht Teil der EU, aber eng über den EWR und den Schengen-Raum verbunden.
Diese besondere Position ermöglicht viele Vorteile bei gleichzeitiger Unabhängigkeit – und sorgt für eine einfache Reiseerfahrung für Besucher.