Eine Woche ist eine der praktischsten Reisedauern, um Island mit einem Mietwagen zu erkunden. Sie haben genügend Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße zu besuchen, einen Abstecher in die Westfjorde oder auf die Halbinsel Snæfellsnes einzuplanen und trotzdem ohne das Gefühl ständiger Eile nach Keflavík zurückzukehren. Dieser Ratgeber erklärt, was Sie vor der Buchung eines Mietwagens für eine Woche in Island beachten sollten: welche Fahrzeugklasse zu Ihrer Route passt, wie die Versicherungen funktionieren, welche Kraftstoffkosten entstehen und mit welchem Gesamtbudget Sie rechnen sollten.
Wie viel kostet ein Mietwagen in Island für eine Woche?
Die Kosten für einen Mietwagen in Island unterscheiden sich erheblich und hängen von der Fahrzeugklasse, der Reisezeit und den im Preis enthaltenen Leistungen ab. Die folgende Tabelle gibt einen ungefähren Überblick darüber, wie die verschiedenen Fahrzeugtypen preislich zueinander stehen. Die tatsächlichen Preise können sich jedoch je nach Nachfrage und Saison deutlich verändern. Fordern Sie deshalb immer ein aktuelles Angebot an, bevor Sie Ihr Reisebudget festlegen. Auch die Preisunterschiede zwischen den Fahrzeugklassen können sich zwischen Haupt- und Nebensaison verschieben.
| Fahrzeugtyp | Typischer Einsatzbereich | Ungefähre Wochenmiete, aktuelle Preise prüfen |
|---|---|---|
| Kleiner Pkw mit Zweiradantrieb | Stadtverkehr und asphaltierte Ringstraße im Sommer | Unteres Preissegment, in der Nebensaison etwa 300 bis 500 € pro Woche, im Hochsommer höher |
| Kompakter 4x4 oder SUV mit Allradantrieb | Ringstraße zu jeder Jahreszeit und begrenzte Fahrten ins Hochland | Mittleres Preissegment, etwa 500 bis 800 € pro Woche, je nach Saison mit deutlichen Schwankungen |
| Großer 4x4, zum Beispiel Toyota RAV4 oder Kia Sportage | Ringstraße und während der geöffneten Saison geeignete F-Straßen | Mittleres bis gehobenes Preissegment, in der Hauptsaison etwa 700 bis 1.000 € pro Woche |
| Großer Geländewagen oder Expeditionsfahrzeug, zum Beispiel Land Cruiser oder Defender | Hochland, Flussdurchquerungen und abgelegene Strecken | Oberes Preissegment, im Hochsommer teilweise mehr als 1.000 bis 1.500 € pro Woche |
| Elektrofahrzeug | Reykjavík, Südküste und Ringstraße im Sommer | Preislich meist mit einem 4x4 der Mittelklasse vergleichbar, aktuelle Preise prüfen |
Diese Angaben sind Richtwerte und basieren auf den allgemeinen Marktbedingungen. Die tatsächlichen Preise verändern sich je nach Verfügbarkeit und Buchungszeitpunkt. Prüfen Sie aktuelle Tarife, bevor Sie diese Beträge als Grundlage für Ihre Reiseplanung verwenden.
In der sommerlichen Hauptsaison von Ende Juni bis August liegen die Preise normalerweise deutlich über denen der Übergangsmonate Mai und September oder des Winters. Wer frühzeitig bucht, hat in der Regel eine größere Fahrzeugauswahl und profitiert von stabileren Preisen. Einen ausführlicheren Überblick über die wichtigsten Kostenfaktoren bietet der Artikel zu den Mietwagenpreisen in Island und den zu erwartenden Kosten.

Das richtige Fahrzeug für eine 7-tägige Islandreise wählen
Die Wahl des Fahrzeugs hat einen größeren Einfluss auf Ihre Reise als fast jede andere Entscheidung bei der Buchung. Ein ungeeignetes Fahrzeug kann dazu führen, dass Sie entweder für Eigenschaften bezahlen, die Sie nicht benötigen, oder bestimmte geplante Straßen aus rechtlichen und praktischen Gründen nicht befahren dürfen.
Zweiradantrieb oder 4x4?
Wenn Sie im Sommer reisen und ausschließlich auf asphaltierten Straßen unterwegs sind, einschließlich des größten Teils der Ringstraße, ist ein Fahrzeug mit Zweiradantrieb erlaubt und in der Regel ausreichend. Sobald Ihre Route jedoch eine F-Straße einschließt, ist ein 4x4 nicht nur empfehlenswert, sondern gesetzlich vorgeschrieben. F-Straßen sind ausgewiesene Bergpisten im isländischen Hochland und für Fahrzeuge mit Zweiradantrieb gesperrt. Wer sie mit einem normalen Pkw befährt, riskiert den Verlust des Versicherungsschutzes und mögliche Geldstrafen. Der Ratgeber zu den F-Straßen und den wichtigsten Regeln für ihre Befahrung erklärt die gesetzlichen Anforderungen ausführlich.
Im Winter ist für die meisten Reiserouten ein 4x4 mit Winterreifen dringend zu empfehlen, selbst wenn Sie keine Fahrten ins Hochland planen. Schnee, Eis und überfrierende Nässe können auch auf den Hauptstraßen auftreten.
Welcher 4x4 eignet sich für eine Woche?
Für die meisten 7-tägigen Rundreisen entlang der Ringstraße mit gelegentlichen Abstechern auf F-Straßen, beispielsweise über die F35 Kjölur oder die F208 in Richtung Landmannalaugar, eignet sich ein mittelgroßer 4x4 wie der Toyota RAV4 mit Automatikgetriebe oder der Kia Sportage. Beide Fahrzeugtypen bieten ausreichend Leistung und Platz für vier Personen mit Gepäck.
Wenn Sie anspruchsvolle Hochlandrouten mit Flussdurchquerungen planen, beispielsweise die F26 Sprengisandur, oder abgelegene Pisten in den Westfjorden befahren möchten, ist ein Expeditionsfahrzeug mit größerer Bodenfreiheit die richtige Wahl. Geeignete Modelle sind beispielsweise der Toyota Land Cruiser oder der Land Rover Defender.
Reisen Sie mit Kindern? Ein Kindersitz kann als Zusatzleistung zur Buchung hinzugefügt werden. Für größere Familien oder Reisegruppen sind außerdem Kleinbusse und Fahrzeuge für mehrere Personen eine Überlegung wert.
Eignet sich ein Elektroauto für eine Woche?
Das Ladenetz in Island wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut, ist außerhalb der wichtigsten Reiserouten jedoch weiterhin unterschiedlich dicht. Ein Elektrofahrzeug eignet sich gut für Reykjavík, die Südküste, Snæfellsnes und bei sorgfältiger Planung der Ladestopps auch für eine sommerliche Rundreise entlang der Ringstraße. Für Hochlandstrecken oder winterliche Fahrten durch abgelegene Regionen ist ein benzin- oder dieselbetriebener 4x4 weiterhin praktischer. Blue Car Rental bietet eine eigene Informationsseite zum Mieten eines Elektroautos in Island, die Reichweite, Ladestationen und wichtige Planungshinweise behandelt.

Versicherung: Welche Absicherung Sie für eine einwöchige Reise wirklich benötigen
Beim Thema Versicherung geben viele Reisende entweder aus Unsicherheit zu viel aus oder wählen aus übermäßigem Vertrauen einen zu geringen Schutz. Das isländische Mietwagensystem umfasst mehrere Versicherungsstufen, deren Bedeutung davon abhängt, wo und unter welchen Bedingungen Sie fahren möchten.
Eine grundlegende Haftpflichtversicherung ist bei jedem Mietwagen in Island standardmäßig enthalten. Die wichtigste Entscheidung besteht darin, wie stark Sie Ihre finanzielle Verantwortung für mögliche Schäden am Fahrzeug reduzieren möchten.
Eine Collision Damage Waiver, kurz CDW, reduziert Ihre finanzielle Haftung, wenn der Mietwagen beschädigt wird. Die Sand and Ash Protection, kurz SAAP, schützt vor Schäden durch vulkanische Asche und Sandstürme. Dieses Risiko ist in Island tatsächlich relevant, insbesondere an der Südküste und in der Nähe des Hochlands. Auf der Informationsseite zur SAAP-Versicherung erfahren Sie, welche Schäden abgedeckt sind und wann der Schutz greift.
In der Praxis sollten Sie vor allem prüfen, ob Ihre Reiseversicherung oder Kreditkarte den Selbstbehalt einer CDW abdeckt. Viele Verträge bieten keinen vollständigen Schutz oder übernehmen nur einen Teil des Selbstbehalts. Lesen Sie deshalb die Versicherungsbedingungen genau und prüfen Sie ausdrücklich, ob Island eingeschlossen ist. Eine verständliche Übersicht über die einzelnen Leistungen finden Sie im Ratgeber zur Mietwagenversicherung in Island. Zusätzlich können Sie die vollständige Übersicht der Versicherungsoptionen von Blue Car Rental einsehen.
Wichtig: Keine Versicherung und keine Reduzierung des Selbstbehalts deckt Schäden ab, die durch das Befahren gesperrter Straßen, durch die Nutzung eines ungeeigneten Fahrzeugs auf einer F-Straße oder durch eine misslungene Flussdurchquerung entstehen. Lesen Sie die Vertragsbedingungen sorgfältig.

Kraftstoffkosten für eine Woche in Island planen
Benzin und Diesel sind entlang der Ringstraße gut verfügbar. Im Hochland und in den Westfjorden können die Abstände zwischen den Tankstellen jedoch erheblich sein. Es ist deshalb sinnvoll, den Tank bei jeder Fahrt durch eine größere Ortschaft aufzufüllen, insbesondere außerhalb der wichtigsten Touristenrouten.
Die Kraftstoffpreise in Island liegen über denen der meisten europäischen und nordamerikanischen Länder. Einen realistischen Überblick über die aktuellen Preise an den Zapfsäulen bietet der Artikel zu den Kraftstoffpreisen in Island. Da sich die Preise regelmäßig verändern, sollten Sie die aktuellen Angaben an der Tankstelle oder in den Apps der jeweiligen Anbieter prüfen, bevor Sie Ihr endgültiges Budget festlegen.
Bei einer einwöchigen Rundreise auf der Ringstraße legen Sie für die vollständige Strecke ungefähr 1.300 bis 1.400 km zurück. Ein kompakter 4x4 benötigt dafür deutlich weniger Kraftstoff als ein großes Expeditionsfahrzeug. Wenn der Verbrauch für Ihr Budget eine wichtige Rolle spielt, sollten Sie ihn bereits bei der Fahrzeugwahl berücksichtigen. Die Hinweise zum richtigen Tanken eines Mietwagens in Island sind vor der Reise besonders hilfreich. Sie erklären unter anderem den Unterschied zwischen Benzin und Diesel sowie die Zahlung an unbemannten Tankstellen.
Kilometerbegrenzungen, Zusatzleistungen und versteckte Kosten
Bei den meisten Mietwagenverträgen in Island ist eine unbegrenzte Kilometerzahl enthalten. Das ist sinnvoll, da eine vollständige Rundfahrt auf der Ringstraße je nach genauer Route ungefähr 1.300 bis 1.400 km umfasst. Prüfen Sie diesen Punkt dennoch vor der Buchung. Wenn ein Angebot ungewöhnlich günstig erscheint, sollten Sie kontrollieren, ob zusätzliche Gebühren pro gefahrenem Kilometer berechnet werden.
Zusätzlich zum Grundpreis können bei einer 7-tägigen Anmietung folgende Kosten überraschend hinzukommen:
- Versicherungen und Reduzierungen des Selbstbehalts, die nicht im angegebenen Preis enthalten sind
- Sand- und Ascheschutz, der erst bei der Fahrzeugübernahme hinzugebucht wird
- Gebühren für einen Kindersitz oder ein Navigationsgerät
- Gebühren für einen zusätzlichen Fahrer, sofern diese anfallen
- Straßen- und Tunnelgebühren, da es in Island einige mautpflichtige Tunnel gibt
Der Artikel zu den versteckten Kosten einer Mietwagenbuchung in Island erklärt diese Gebühren ausführlich und praxisnah. Es lohnt sich, ihn vor dem Abschluss Ihrer Buchung zu lesen.

Den Mietwagen am Flughafen Keflavík abholen
Die meisten Islandreisenden landen am internationalen Flughafen Keflavík und möchten ihr Fahrzeug direkt nach der Ankunft übernehmen. Mit dem Online-Check-in von Blue Car Rental können Sie die erforderlichen Formalitäten bereits im Voraus erledigen. Durch die Schlüsselübergabe über eine sichere Schlüsselbox am Flughafen können Sie Ihren Mietwagen abholen, ohne auf die Öffnung eines Schalters warten zu müssen. Das ist besonders praktisch nach einem langen Transatlantikflug, der beispielsweise um 5 Uhr morgens ankommt. Die Informationsseite zur Schlüsselübergabe per Schlüsselbox erklärt den Ablauf.
Realistisches Gesamtbudget für eine Woche
Bei der Planung Ihres Budgets für einen Mietwagen in Island sollten Sie folgende Kosten berücksichtigen:
- Mietpreis des Fahrzeugs (abhängig von Fahrzeugklasse und Saison, aktuelle Preise prüfen)
- Versicherungen und Reduzierung des Selbstbehalts (CDW und gegebenenfalls SAAP, je nach Route)
- Kraftstoff (je nach Reiseroute etwa 1.300 bis 1.600 km einplanen)
- Zusatzleistungen (Kindersitz, zusätzlicher Fahrer oder Navigationsgerät, falls erforderlich)
- Mautgebühren (meist gering, aber bei bestimmten Tunnelstrecken zu berücksichtigen)
Für eine einwöchige Anmietung ist die direkte Buchung bei einem etablierten isländischen Vermieter normalerweise die übersichtlichste Lösung. Sie vermeiden Aufschläge durch Drittanbieter, erhalten verständlichere Versicherungsbedingungen und haben im Problemfall einen Ansprechpartner vor Ort. Die Pannenhilfe von Blue Car Rental ist auf der gesamten Insel verfügbar. Das ist besonders wichtig, wenn Sie am fünften Tag einer siebentägigen Reise weit entfernt von Reykjavík unterwegs sind.
Wann sollte man einen Mietwagen für eine Woche in Island buchen?
Die Nachfrage nach Mietwagen steigt in Island von Ende Juni bis August stark an. Wenn Ihre Reise in diesen Zeitraum fällt, ist eine Buchung mehrere Monate im Voraus empfehlenswert. In den Übergangsmonaten Mai, September und Oktober besteht meist mehr Flexibilität. Bestimmte Fahrzeugklassen können jedoch auch dann frühzeitig ausgebucht sein. Wenn Sie einen bestimmten 4x4 mieten möchten, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass das gewünschte Modell zwei Wochen vor Reisebeginn noch verfügbar ist.