Die Kosten für einen Mietwagen auf Island sind meist das Erste, womit sich Reisende beschäftigen – und häufig auch das Verwirrlichste. Die Preise schwanken je nach Fahrzeugklasse, Reisezeit, gewähltem Versicherungsumfang und gebuchten Extras erheblich. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen sollten, was den Preis in die Höhe treibt und wo sich sinnvoll sparen lässt, ohne dabei Abstriche bei Sicherheit oder Verlässlichkeit zu machen.

Was den Preis eines Mietwagens auf Island bestimmt
Der Mietpreis ist keine feste Größe. Mehrere Faktoren ergeben zusammen Ihre endgültige Rechnung.
Die Fahrzeugklasse ist die größte Stellschraube. Ein kleines Stadtauto kostet pro Tag deutlich weniger als ein großer 4x4 oder ein Premium-SUV. Wer ausschließlich auf asphaltierten Straßen unterwegs ist – etwa in Reykjavík, auf dem Goldenen Kreis oder an der Südküste – kommt mit einem Kompakt- oder Mittelklassewagen oft gut zurecht und zahlt spürbar weniger. Wer hingegen auf den F-Straßen ins Hochland fahren möchte, benötigt zwingend einen richtigen 4x4 – das ist sowohl eine gesetzliche Vorschrift als auch eine praktische Notwendigkeit, kein bloßes Upselling. F-Straßen wie die F35 Kjölur und die F208 Fjallabak sind ausschließlich für 4x4-Fahrzeuge zugelassen; alle anderen Fahrzeugklassen sind dort nicht erlaubt. Der Vergleichsratgeber 4x4 vs. 2WD hilft Ihnen bei der Entscheidung.
Die Reisezeit spielt eine erhebliche Rolle. In der Hauptsaison – Ende Juni bis August – ist die Nachfrage am höchsten, entsprechend hoch sind auch die Grundpreise. In der Nebensaison (Mai, September, Anfang Oktober) sind die Preise moderater. Im Winter können die Basispreise zwar niedriger sein, doch erfordern die Straßenverhältnisse häufig ein leistungsfähigeres Fahrzeug, was einen Teil der Ersparnis wieder aufwiegt.
Die Versicherung überrascht viele Reisende. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestschutz ist in jedem Mietpreis enthalten, doch Islands Terrain – Schotterstraßen, Flussquerungen, plötzliche Wetterumschwünge – birgt echte Risiken. Die meisten Anbieter, darunter auch Blue Car Rental, bieten abgestufte Versicherungsoptionen an, die Ihre Haftung (Selbstbeteiligung) im Schadensfall reduzieren oder ganz eliminieren. Die richtige Versicherungsstufe im Voraus zu wählen ist in der Regel günstiger, als im Nachhinein eine hohe Haftung (Selbstbeteiligung) zu tragen. Der Ratgeber zur Mietwagenversicherung auf Island erklärt die verschiedenen Deckungsarten übersichtlich.
Die Kilometerleistung lohnt sich zu prüfen. Manche Fahrzeugkategorien haben ein tägliches Kilometerlimit, andere bieten Unbegrenzte Kilometer. Die Ringstraße allein ist rund 1.330 km lang, und die meisten Reisenden legen durch Tagesausflüge und Umwege deutlich mehr zurück. Unbegrenzte Kilometer sind daher wichtig – hier erfahren Sie, warum das auf einer Islandreise den Unterschied macht.
Extras wie Navigationssystem, Kindersitze, WLAN-Router oder Pannenhilfe erhöhen die Kosten schrittweise. Ein Navi ist selten nötig, wenn Sie eine Handyhalterung und Offline-Karten nutzen, aber ein Kindersitz ist bequemer vor Ort zu mieten, als ihn mitzubringen. Auch Pannenhilfe ist eine Überlegung wert – auf einer abgelegenen Strecke kann sie entscheidend sein, wie dieser Ratgeber zur Pannenhilfe veranschaulicht.

Ungefähre Preisspannen (Stand: Anfang 2025)
Die folgenden Angaben sind orientierungshalber und stellen keine verbindlichen Angebote dar. Preise ändern sich je nach Saison, Verfügbarkeit und Buchungsvorlauf. Prüfen Sie stets aktuelle Preise direkt beim Anbieter, bevor Sie Ihr Budget festlegen.
| Fahrzeugtyp | Ungefähre Tagesspanne (orientierend, Anfang 2025) | Am besten geeignet für |
| --- | --- | --- |
| Kleinwagen / Economy | Ab ca. 25–45 €/Tag in der Nebensaison; höher in der Hauptsaison | Reykjavík, Tagesausflüge, Goldener Kreis |
| Mittelklasse 2WD / kompakter SUV | Ab ca. 45–80 €/Tag in der Nebensaison; höher in der Hauptsaison | Ringstraße im Sommer, Südküste |
| Einstiegs-4x4 (z. B. Dacia Duster) | Ab ca. 70–110 €/Tag in der Nebensaison; höher in der Hauptsaison | Hochlandzugang, Winterfahrten |
| Großer 4x4 / SUV | Ab ca. 100–160 €/Tag in der Nebensaison; höher in der Hauptsaison | Anspruchsvolle F-Straßen (z. B. F26 Sprengisandur), größere Gruppen |
| Premium-4x4 (Land Rover, Defender) | Ab ca. 160–250 €+/Tag; variiert stark je nach Saison | Längere Hochlandtouren, Komfortanspruch |
| Elektrofahrzeug | Ab ca. 50–90 €/Tag; vergleichbar mit mittlerer 2WD-Klasse | Reykjavík, Küstenrouten mit Ladeinfrastruktur |
| Passenger Van / Minibus | Gruppenpreise – aktuelle Tarife im Buchungssystem prüfen | Familien, Gruppenreisen |
Diese Angaben sind Marktschätzungen auf Basis allgemeiner Preistrends von Anfang 2025 und können erheblich abweichen. Für eine verlässliche Grundlage nutzen Sie das Buchungssystem für aktuelle Preise.
Für mehr Kontext zu Preisspannen und was diese in der Praxis bedeuten, bietet der Artikel Mietwagenpreise auf Island eine ausführlichere Betrachtung.26

Versicherungskosten und was sie abdecken
Die Versicherung ist nach dem Grundtarif meist der zweitgrößte Kostenpunkt. Die Standardstruktur in Island umfasst:
- Vollkaskoversicherung (CDW): Reduziert Ihre Haftung (Selbstbeteiligung) bei Fahrzeugschäden; im Grundtarif meist enthalten, jedoch mit Selbstbeteiligung.
- Sand- und Ascheschutz (SAAP): Deckt Schäden durch Vulkanasche und Sand ab – ein reales Risiko auf Straßen in der Nähe von Gletschervorfeldern und bei starkem Wind. In anderen Märkten kaum bekannt, in Island jedoch relevant.
- Kiesschutz (GP): Deckt Schäden an Windschutzscheibe und Lack durch aufgewirbelten Schotter ab, der auf unbefestigten Straßen häufig vorkommt.
- Haftungsverzicht (LW): Reduziert oder hebt die Haftung (Selbstbeteiligung) im Rahmen der Vollkaskoversicherung (CDW) auf.
Ein Rundum-Schutzpaket, das diese Absicherungen kombiniert, gibt Ihnen besonders auf längeren oder abgelegenen Reiserouten ein gutes Gefühl. Die Versicherungsübersicht von Blue Car Rental erklärt, was jede Stufe abdeckt. Lesen Sie diese sorgfältig, bevor Sie sich entscheiden – zu verstehen, wofür Sie versichert sind und wofür nicht, ist wertvoller als die Wahl allein nach dem Preis.

Versteckte Kosten, die Reisende überraschen
Manche Posten tauchen erst bei der Fahrzeugübernahme auf und wurden beim Preisvergleich nicht berücksichtigt. Die häufigsten:
Tankrichtlinie: In Island gilt entweder eine Voraus-Bezahlung des Kraftstoffs oder eine Voll-zu-Voll-Regelung. Informieren Sie sich vorab, welche Regelung für Ihre Buchung gilt. Kraftstoff ist in Island teurer als in den meisten europäischen Ländern – planen Sie das in Ihr Reisebudget ein.
Kaution: Bei der Fahrzeugübernahme wird eine Sicherheitsleistung auf Ihrer Kreditkarte blockiert. Das ist branchenüblich und keine zusätzliche Gebühr, reduziert jedoch vorübergehend Ihr verfügbares Kreditlimit. Der Ratgeber zur Mietwagenkaution erklärt, wie das funktioniert und welche Kartenarten akzeptiert werden.
Fahreralter: Fahrer unter 25 Jahren zahlen in der Regel einen Jungfahrerzuschlag. Die genauen Regelungen variieren je nach Anbieter und Fahrzeugkategorie.
Straßenmaut: Island hat einige mautpflichtige Straßen und Tunnel. Die Seite zu Straßengebühren informiert darüber, was anfällt und wie die Zahlung funktioniert.
Einweggebühr: Wenn Sie das Fahrzeug in Keflavík übernehmen und in Reykjavík zurückgeben (oder umgekehrt), kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. Klären Sie das bei der Buchung.
Eine ausführlichere Übersicht über relevante Zusatzkosten bietet der Ratgeber zu versteckten Kosten bei der Autovermietung in Island. Ergänzend dazu empfiehlt sich die Lektüre von 10 Dingen, die Sie bei der Autovermietung in Island vermeiden sollten – ein nützlicher Überblick, um die häufigsten und kostspieligsten Fehler zu umgehen.

Wie Sie die Mietwagenkosten sinnvoll senken
Bei der Autovermietung in Island lässt sich sparen, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Zuverlässigkeit machen zu müssen. Einige praktische Ansätze:
- Frühzeitig buchen. Das Sommerkontingent ist begrenzt, und die Preise steigen mit sinkender Verfügbarkeit. Wer mehrere Monate im Voraus bucht, sichert sich in der Regel bessere Tarife. Der Leitfaden zur Buchung eines Mietwagens in Island begleitet Sie vom Fahrzeugselektion bis zur Abholung.
- Fahrzeug an die Route anpassen. Wer keine F-Straßen befährt, braucht keinen großen 4x4. Ein kleiner Stadtwagen reicht für den Golden Circle und die Region Reykjavík häufig völlig aus. Der Ratgeber zur Fahrzeugauswahl hilft dabei, diese Einschätzung nüchtern zu treffen.
- Versicherung auf das eigene Risikoempfinden abstimmen. Vollschutz kostet pro Tag mehr, eliminiert aber potenziell hohe Haftungszahlungen (Selbstbeteiligung). Über eine zehntägige Reise gerechnet ist der tägliche Aufpreis für Vollschutz oft geringer als ein einzelner Schadensfall durch Kies.
- Nebensaison wählen. Mai, September und Anfang Oktober bieten dieselben Landschaften wie die Hauptsaison – bei moderateren Preisen und weniger Besucheraufkommen.
- Schlüsselbox-Abholung nutzen. Einige Anbieter, darunter Blue Car Rental, bieten Online-Check-in und Schlüsselbox-Abholung am Flughafen Keflavík an – so entfällt das Warten am Schalter nach einem langen Flug. Das reduziert zwar nicht den Preis, verbessert aber das Ankommen in Island spürbar. Der Ratgeber zur Flughafenabholung erklärt den Ablauf, und die Seite zur Schlüsselbox-Abholung liefert alle Details.
Lohnt sich eine Mietwagen-Buchung in Island im Vergleich zu anderen Optionen?
Für die meisten Reiseziele außerhalb von Reykjavík ist das eigene Mietfahrzeug die flexibelste und wirtschaftlichste Möglichkeit zu reisen. Der öffentliche Nahverkehr in Island ist außerhalb der Hauptstadt sehr eingeschränkt, und geführte Touren sind zwar bequem, schränken aber Ihr Tempo und Ihre Eigenständigkeit ein. Wer spontan anhalten, länger an einem Wasserfall verweilen oder bei Morgendämmerung eine Hochlandpiste entlangfahren möchte, ist mit einem Mietwagen am besten beraten.
Wer noch abwägt, bekommt auf der Fahrzeugübersicht von Blue Car Rental einen guten Überblick über das gesamte Angebot – vom Stadtwagen bis zum großen Expeditions-4x4. Auch der Vergleich Mietwagen vs. Bus in Island ist lesenswert, wenn Sie noch unentschlossen sind.
Bei der Wahl des Anbieters lohnt es sich, zu lesen, warum Blue Car Rental zu den meistbewerteten Autovermietungen Islands gehört – Kundenbewertungen vermitteln ein ehrlicheres Bild des Alltags als jede Werbebotschaft.
